Lions-Club Lauterbach-Vogelsberg fördert Grebenhainer Kinderhilfe e.V.

Lauterbach, 05.04.2021 – Damit die Grebenhainer Kinderhilfe e.V. auch zukünftig bedürftige Kinder in der Großgemeinde Grebenhain unterstützen kann, wird sie vom Lions-Club Lauterbach-Vogelsberg finanziell unterstützt.  

Ziel des gemeinnützigen Vereins ist, dass jedes Kind der Großgemeinde Grebenhain am sozialen Leben teilhaben kann. Konkret werden Beiträge für Kleidung, Therapien, Teilnahme an Klassenfahrten und Mitgliedsbeiträge für Sportvereine übernommen. Auch die Förderung begabter Kinder oder die Unterstützung lernschwacher Kinder durch Nachhilfe sowie die Übernahme von Beiträgen für Kindertagesstätten und Schulbetreuungen werden bei Bedarf übernommen.  

Die Hilfestellung erfolgt vertraulich, sodass die Anonymität der Bedürftigen immer sichergestellt ist. Durch eine gute Vernetzung mit den ansässigen Schulen und öffentlichen Einrichtungen sowie Veröffentlichungen im Grebenhainer Gemeindeblatt ist die monatliche Sprechstunde stets ausgebucht.  

„Seit über 11 Jahren arbeitet unser Verein ehrenamtlich und vollkommen kostenneutral, um bedürftige Kinder und deren Familien unmittelbar zu unterstützen“, betont Doris Frank, Vorsitzende der Grebenhainer Kinderhilfe e.V., bei der Spendenübergabe. „In unserer strukturschwachen Region hat sich die finanzielle Lage vieler Familien durch Kurzarbeit und Arbeitsplatzverlust verschlechtert. Leidtragende sind hiervon meist die Kinder“.  

„Aktuell geht die Schere von Einnahmen und Ausgaben der Grebenhainer Kinderhilfe e.V. spürbar auseinander“, so die stellvertretende Vorsitzende Janett Gläß. „Einerseits können Veranstaltungen zur Akquise von Spendengeldern aufgrund der Pandemie nicht durchgeführt werden, andererseits ist die Pandemie auch Auslöser für erhöhten Unterstützungsbedarf.“  

Die Unterstützung des Lions-Club Lauterbach-Vogelsberg in Höhe von EUR 2.500,- sichert daher die wertvolle Arbeit der Grebenhainer Kinderhilfe e.V. „Als Serviceclub ist es uns wichtig, direkte und unmittelbare Hilfe vor Ort zu leisten“, so Lions-Präsident Heinz Günter Stelzer bei der Spendenübergabe. „Gerade die Unterstützung von Kindern als schwächste Mitglieder unserer Gesellschaft ist uns im Lions-Club eine Herzensangelegenheit“, ergänzt sein Vorstandskollege Alexander Rivinius.  

 

 

 

 

Aufforstungsprojekt erhält Unterstützung durch den Lions-Club

 18.03.2021 – Das Aufforstungsprojekt „Unser Wald“ des Forstamtes Romrod von HessenForst wurde durch den Lions-Club Lauterbach-Vogelsberg mit einer Spende zur Anschaffung von Baumsetzlingen unterstützt.

„Eigentlich wollten wir bei dem Aufforstungsprojekt selbst Hand anlegen und mit unseren Clubmitgliedern die jungen Bäume pflanzen“, so Lions-Präsident Heinz Günter Stelzer. Aufgrund der Corona-Pandemie musste diese Arbeit jedoch den Profis überlassen werden.

Ein gemeinsamer Besuch mit Revierförster Stefan Weißgeber und Stefan Heyar zeigte, wie wichtig dieses Engagement ist. „Unser heimischer Wald hat in den letzten Jahren sehr gelitten. Insbesondere die letzten drei Jahre haben vor allem der Fichtenpopulation stark zugesetzt“, so Stefan Weißgerber, der im Forstamt Romrod das Forstrevier Lauterbach leitet. „Der Hitzestress und die folgende Trockenheit haben dem Befall durch den Borkenkäfer Vorschub geleistet“, ergänzt sein Kollege Stefan Heyar, der das Lauterbacher Revier zuvor geleitet hat.

Nun ist HessenForst ebenso wie andere Forstunternehmen bestrebt, den Wald von den befallenen und abgestorbenen Fichten zu räumen und die entstandenen Lücken wieder aufzuforsten. „Zukünftig setzen wir stärker auf Mischwald. Zum Einsatz kommen zum Beispiel die Douglasie und der Bergahorn“, so die Revierförster. Die Herausforderung besteht darin, klimatische Entwicklungen und deren langfristige Auswirkungen in die Auswahl der Baumarten einfließen zu lassen.

Für die Anschaffung von Bergahorn-Setzlingen, die aus zertifizierten regionalen Forstbaumschulen bezogen werden, hat der Lions-Club Lauterbach-Vogelsberg einen Betrag von EUR 1.000,- gespendet. So können über 1000 junge Bäume eine neue Heimat im Vogelsberg finden. Konkret wird mit dieser Unterstützung eine Fläche zwischen Wallenrod und Storndorf aufgeforstet.

Der Bergahorn ist ein stabiles heimisches Gewächs, das im Vergleich besser mit Trockenperioden auskommt und auch als Setzling frostbeständig ist.

Die Auszeichnung als „klimafreundlicher Club“ durch die Lions-Organisation in 2020 war nach Aussage von Heinz Günter Stelzer für die Clubmitglieder Ansporn, auch zukünftig regionale, nachhaltige Projekte zu unterstützen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

 

 

 

Kofferübergabe unter Corona-Bedingungen. Führungswechsel im Lions-Club.

Lauterbach, 21.06.2020 – Christian Bolduan übergibt nach einem ereignisreichen und bemerkenswerten Jahr voller Höhepunkte die Verantwortung für die Geschicke des Lions Club Lauterbach-Vogelsberg an seinen Amtsnachfolger Heinz Günter Stelzer.

Ein Präsidentenwechsel im Lions-Club bietet traditionell seit Clubgründung die Plattform für eine gemeinsame Feier des gesamten Lions-Clubs in größerem Rahmen. In diesem Jahr musste der scheidende Clubpräsident für diese Veranstaltung ein anderes Format wählen.

Bei bestem Wetter lud Christian Bolduan den aktuellen und künftigen Vorstand des Lauterbacher Serviceclubs zu einem Gartenfest ein. Mit musikalischer Umrahmung und unter Mitwirkung der Distrikt-Governor Gerlinde Brandstetter fand ein besonderes Lions-Jahr seinen gelungenen Abschluss.

Gemeinsam mit dem Vorstand blickte Bolduan auf vielfältige Aktivitäten zurück, die dank der guten clubinternen Zusammenarbeit erfolgreich umgesetzt wurden. Das Jahresmotto „Mit den Werten Europas in eine bessere Zukunft“ zog sich wie ein roter Faden durch die einjährige Amtszeit. Von den Erlösen, die durch gemeinsame Club-Aktivitäten und Veranstaltungen generiert wurden, profitierten zahlreiche Projekte und Initiativen. Rund EUR 20.000,- wurden an über 20 Spendenempfänger übergeben. Förderschwerpunkte bildeten die Kindergärten und Kindertagesstätten der Region, die Lauterbacher Pfingstmusiktage sowie die Lauterbacher Tafel.

Die für das letzte Drittel der Amtszeit geplanten Veranstaltungen mussten bedingt durch die Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben werden. Dennoch konnte der Clubpräsident auch in dieser Phase auf ein aktives Clubgeschehen zurückblicken. Virtuelle Zusammenkünfte bildeten in dieser Zeit den Rahmen für Vorstandssitzungen, Clubabende sowie interne und externe Vorträge.

Mit der symbolischen Übernahme des Präsidentenkoffers wechselt die Verantwortung für das Clubgeschehen ab Juli in die Hände von Heinz Günter Stelzer aus Ilbeshausen. Der 65-jährige Dipl. Informatiker der Medizin ist Vater zweier erwachsener Kinder und seit vielen Jahren Mitglied des Lions-Club Lauterbach-Vogelsberg. Seine kommende Präsidentschaft stellt er unter das Jahresmotto „Haltung zeigen in Zeiten größter gesellschaftlicher Herausforderungen“. „Mir ist es wichtig, in dieser schnelllebigen und von Umbrüchen geprägten Zeit nicht den Fokus zu verlieren und Haltung bei zentralen gesellschaftlichen Fragen zu wahren. Haltung so verstanden bedeutet für mich, in der Kontroverse die Worte maßvoll zu wählen, kontroverse Meinungen gelten zu lassen und offen für „das bessere Argument“ zu sein“, so Stelzer. Gemeinsam mit den Club-Mitgliedern will er gesellschaftliche, kulturelle und finanzielle Unterstützung dort leisten, wo sie benötigt wird.

Stelzers Agenda für die kommenden 12 Monate ist ambitioniert und gefüllt mit zahlreichen Terminen, deren Umsetzung stark von der Entwicklung der Corona-Pandemie und damit verbundenen Vorgaben abhängt.

Sportlich soll das Lions-Jahr im August auf dem Golfplatz in Sickendorf beim Benefiz-Golfturnier starten. Ein genauer Termin wird in Kürze bekannt gegeben. Freizeitspieler und ambitionierte Golfer sind eingeladen und dürfen sich auf ein spannendes Turnier zu Gunsten der Lauterbacher Pfingstmusiktage auf der wunderschönen Anlage in Sickendorf freuen.

„Langeweile wird nicht aufkommen“ – darin sind sich auch die acht Vorstandsmitglieder einig, die den neuen Präsidenten bei seinen zahlreichen Aktivitäten unterstützen. Getreu dem Lions-Motto „we serve“ (wir dienen) freuen sich alle darauf, sich gemeinsam für die gute Sache einzusetzen.

 

 

 

Acht auf einen Streich! Lions-Club Lauterbach-Vogelsberg unterstützt Kindergärten und Kindertagesstätten in der Region

Gute Stimmung herrschte in der Kindertagesstätte Angersbach bei der symbolischen Spendenübergabe durch Lions-Präsident Uwe Hedrich und seinen Vorstandskollegen Jörg Dahmer (re.) vom Lions-Club Lauterbach-Vogelsberg. Über die Unterstützung freuen sich (v.l.n.r.) Gabriela Deubler-Ziegler (Lauterstrolche), Erika Klug (Evang. Kindertagesstätte), Anneliese Kraft (Sandhasen Maar), Silke Kraft (Musel-Wusel-Land Wallenrod), Astrid Schalla-Klingelhöfer (Villa Kunterbunt), Änne Bernhardt (Frischbörner Kobel), Brigitte Happel (Kita Angersbach & stv. für Kita Landenhausen).

 

Lauterbach, 22.01.2019 – Ein Hochbeet für Pflanzen, der Ausbau des Außenspielbereichs, ein Tipi oder die Anschaffung von Musikinstrumenten – dies sind nur einige der Projekte, die in den kommenden Monaten in den Kindergärten und Kindertagesstätten in Lauterbach und Wartenberg umgesetzt werden.  

Möglich ist dies durch die finanzielle Unterstützung des Lions-Club Lauterbach-Vogelsberg. Lions-Präsident Uwe Hedrich hatte bereits im Herbst letzten Jahres die Kindergärten der Region aufgefordert, förderwürdige Projekte einzureichen. Diese ließen nicht lange auf sich warten und waren so konkret und kreativ, dass für die Club-Mitglieder schnell klar war: „Wir wollen nicht eines, sondern alle Projekte unterstützen.“  

Gleich zwei Aktivitäten des Lions-Clubs wurden daher diesem Zweck gewidmet. „Wir haben die Einnahmen unserer jährlichen Herbstmarkt-Tombola sowie die Erlöse aus dem Verkauf der Lions-Christstollen hierfür verwandt“, so Hedrich. „Der Erfolg beider Aktionen ist der regen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu verdanken, die zahlreiche Lose und Christstollen erworben haben. Hierfür sowie für die Unterstützung der regionalen Geschäftswelt herzlichen Dank“.  

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Kindergarten Angerbach übergab Hedrich gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Jörg Dahmer einen symbolischen Scheck in Höhe von EUR 5.600,-, die auf die acht Kindergärten verteilt werden, so dass alle ihre Wunschprojekte realisieren können.   Stellvertretend für alle Kindergärten brachte die Hausherrin Brigitte Happel ihren Dank zum Ausdruck. „Viele Projekte sind aus dem regulären Budget der Einrichtungen nicht finanzierbar. Wir freuen uns sehr, dank dieser Unterstützung verschiedene Teilprojekte  zum Wohle der Kinder auf den Weg bringen zu können“, so Brigitte Happel.  

„Unmittelbare Hilfe in unserer Region zu leisten ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir freuen uns, dass wir mit diesem Projekt Zusatzangebote für Kinder ermöglichen“, so der Clubpräsident. „Neben der Förderung karitativer und kultureller Aspekte ist die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen ein zentraler Punkt unserer Arbeit im Lions-Club. Dies zeigt unter anderem das Programm Lions-Quest. Dieses Life-Skills- und Präventions-programm für junge Menschen ist seit Jahrzehnten etabliert und wird von zahlreichen Schulen angewandt“, so Uwe Hedrich abschließend.  

 

 

 

16.11.2016 Abenteurer mit Höhenangst und Herz

Die Helfertruppe der Lions-Clubs Lauterbach-Vogelsberg und Fulda mit Reiner Meutsch (Mitte mit Sakko u. weißem Hemd)
Das Wartenberg-Oval war prall gefüllt!

 

Einmal rund um die ganze Welt flogen die 900 Besucher mit Reiner Meutsch, legten 100 000 Kilometer Wegstrecke mit ihm und seinem Co-Piloten Arnim Stief in einer Piper Cheyenne zurück, um nach gut drei Stunden wieder sicher im Vogelsberg zu landen. Bewegt und irgendwie verändert, denn das, was sie in dieser Zeit gesehen und gespürt hatten, beeindruckte nachhaltig.

Auf Einladung der Lions Clubs Lauterbach-Vogelsberg und Fulda war der Weltenbummler aus dem Westerwald ins Wartenberg Oval gekommen, um über seinen Traum der Weltumrundung zu berichten, aber auch, um seine Mission, die ihn seit sechs Jahren antreibt, im Vogelsberg bekannt zu machen. Denn mit seiner von ihm gegründeten Stiftung „Fly and Help“ will er die Welt ein Stückchen besser machen, in dem er Kindern inden ärmsten Ländern den Zugang zu Bildung ermöglicht und Schulen baut.

„Emotionale, verheißungsvolle Bilder“ hatte Andreas Richter, der Moderator des Abends, den Gästen versprochen. Desgleichen Reiner Meutsch: „Es gibt Momente zum Lachen, Staunen und Weinen“, erzählte er vor der Veranstaltung. Er sollte Recht behalten.

Illustriert durch fantastische Fotoaufnahmen und kleine Videosequenzen berichtete der Hobbypilot von mystischen Schlangenbeschwörern in Marokko, Pinguinen in Südafrika, einer wagemutigen Rikschafahrt in Indien, einer Begegnung mit dem Kondor in der Inkastadt Machu Picchu und dem verzaubernden Polarlicht im eiskalten Grönland. Begleitet wurde Meutsch bei seiner Show von internationalen Künstlern. Yma America, Sängerin und MusicalDarstellerin aus „König der Löwen“, begeisterte mit ihrer Stimme. Zwei Schlangenmenschen aus Ghana, auch bekannt als Tanzgruppe ADESA, beeindruckten durch ihre Beweglichkeit, und ein Panflötenspieler aus den Anden entführte das Publikum mit lateinamerikanischen Klängen in eine andere Welt.

„Ich wollte den Traum meines Vaters verwirklichen“, erzählte der 61-jährige ehemalige Geschäftsführer des Reiseveranstalters „Berge und Meer“, der im Jahr 2010 den Job am Schreibtisch mit dem Platz im Cockpit tauschte. „Mein Vater hatte immer den Traum zu reisen, sobald er Rentner ist. Leider starb er mit 58.“ Im Jahr 2009 verkaufte Meutsch sein Touristikunternehmen und entschied sich dazu, eine Weltreise zu unternehmen.

Doch wollte er nicht nur reisen, sondern auch etwas Gutes tun. Pro Jahr fünf Schulen mit Spendengeldern zu bauen, hatte er sich zunächst vorgenommen. Es wurden viel mehr. Über 100 sind es inzwischen insgesamt, allein in diesem Jahr wurden 43 Projekte fertiggestellt, wie er am Abend in Angersbach berichtete, 16 weitere Schulen seien im Bau. Ob in Ruanda, Indien, Brasilien oder Papua Neuguinea – für jeden Schulbau gelten UNO-Normen und die Maßgabe, dass die Gebäude mit Material aus dem jeweiligen Land gebaut werden.Rund 30 000 Euro sind pro Schule veranschlagt.

„Dieses Engagement gibt Kindern weltweit die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Uns geht es um Qualität und nicht um Quantität“, verdeutlichte Meutsch.

Gut vorbereitet hatte er sich für das Abenteuer seines Lebens. Fit gemacht vom Survival-Experten Rüdiger Nehberg – „ich lernte, wie man Feuer macht und wie man den Panzer von Insekten knackt, um nach einem möglichen Flugzeugabsturz überleben zu können“ – und abgehärtet von Marinefliegern, die ihn auf eine Notlandung auf dem Wasser vorbereiteten.

Ein Jahr und 19 Impfungen später startete er auf dem Siegerland-Flughafen. „Ich komme aus einem 700-Seelen-Dorf. Fast alle Bewohner waren zu meiner Verabschiedung auf den Beinen“, berichtete er. Zehn Monate waren er und sein Co-Pilot auf ihrem Flug um die Erde unterwegs.

Ihre Route führte sie zunächst über das ursprüngliche Afrika ins quirlige Asien bis zu den Weiten Australiens, zur vielfältigen Landschaft Nordamerikas, weiter ins bunte Leben Lateinamerikas und über die Ostküste der USA durch Grönland und Island wieder zurück ins Siegerland. Noch während der Weltumrundung initiierte Meutsch die ersten fünf Bildungsprojekte der Stiftung in Ghana, Indien, Brasilien, Ruanda und Indonesien.

Meutsch erwies sich am Abend als guter Erzähler, er outete sich als ein Abenteurer, ein Draufgänger, den trotz Höhenangst in gefährlichen Situationen nicht viel erschüttern kann. Denn mehr als einmal geriet er mit seinem Begleiter in lebensbedrohliche Situationen. Etwa in jenem Moment, als das Fahrwerk der Piper nicht ausfahren wollte oder der Sprit laut Berechnung eigentlich bis zum nächsten Flughafen gar nicht mehr ausreichen konnte. Mehr als einmal erkrankte er zudem auf seinem Trip, bekam Fieber oder litt an Infektionen, auch aufgrund der zahlreichen gewöhnungsbedürftigen „Köstlichkeiten“, die er immer wieder probieren musste.

Deutlich wurde bei den vielen Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen auf der ganzen Welt auch: Immer sind es die Kinder, die ihn bewegen und die ihn weinen lassen. Vor Rührung wie in Ruanda, als mehrere hundert für ihn singen und strahlen und den Genozid, den viele ihrer Familien erleben mussten, für einen Moment vergessen lassen. Oder vor Entsetzen, wie in einer brasilianischen Favela, wo er Kinder ohne Hoffnung auf Müllkippen und in Drecklöchern lebend kennenlernte. „Über 140 Kinder haben wir dort in Maceió inzwischen von der Straße geholt“, freute sich Meutsch, der in Brasilien landesweit zu einer Berühmtheit wurde, da er via Medien harsche Kritik an den Oligarchen der Nation übte, die ihre Kinder im Dreck verkommen ließen. Von ihm an der Ehre gepackt hätten die daraufhin fünf Millionen Euro in einen Fördertopf für Schulen und Waisenhaus-Projekte gezahlt, berichtete er unter großem Applaus seiner Zuhörer.

Eine „Reise für die Seele“, wie Meutsch es ausdrückte, erlebte das Publikum in Angersbach. Bilder von traumhaften Landschaften wechselten sich ab mit solchen von verdreckten Elendsvierteln, in denen die Menschen mehr tot als lebendig sind. Und immer waren es die Kinder, die auch die Zuschauer mit ihren strahlenden Gesichtern oder aber mit ihren Tränen tief berührten. Für sie, die die Zukunft ihrer Länder sind, lohnt sich das Engagement.

Diese Botschaft brachte der Weltenbummler mit Herz authentisch rüber und erreichte damit sein Vogelsberger Publikum. Das zeigte auch der Run auf seine Bücher, Kalender und DVD mit beeindruckenden Bildern seiner Weltreise oder die kleinen Stoffpüppchen, die Frauen aus Ruanda hergestellt haben.

Meutschs „Liveshow“ wird mittels Sponsoren finanziert. Jeder am Abend in Angersbach eingenommene Euro wird deshalb komplett in ein SchulbauProjekt fließen, das die beiden Lions Clubs in Mittelamerika unterstützen wollen. Mehrmals im Jahr überzeugt sich der Weltenbummler selber von den Fortschritten seiner Projekte und stellt sicher, dass jeder gespendete Euro auch ankommt. Gerne nimmt er dabei auch Interessierte mit auf seine Touren.